Newsletter April 2018

 

4. Cholesterin als Risikofaktor für Gefäßerkrankungen

Als gesundheitsgefährdend gilt eine starke Erhöhung des LDL-Cholesterins, eine sogenannte Hypercholesterinämie. Denn während das LDL-Cholesterin durch die Blutgefäße transportiert wird, kann es sich bei einer starken Erhöhung des Cholesterinspiegels über einige Zwischenschritte an den Gefäßwänden anlagern. Neben Bluthochdruck, starkem Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und Diabetes mellitus ist es damit einer der Risikofaktoren für arteriosklerotische Gefäßveränderungen. Unter Arteriosklerose wird die von Entzündungen begleitete Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen verstanden.
Durch die Behinderung des Blutflusses wird zum einen die Versorgung von Organen mit Sauerstoff und Nährstoffen beeinträchtigt, zum anderen kann es durch die nachfolgende Verengung und Verhärtung der Gefäße zu einem weiteren Anstieg des Blutdrucks und zu Gefäßschäden kommen.
Zu Recht sehr gefürchtet ist die Möglichkeit, dass diese nicht immer stabilen Verengungen einreißen und sich Gerinnsel bilden, die zu Gefäßverschlüssen führen. Herzinfarkte und Schlaganfälle sind die Folge.

Jedoch hat die Natur alles mit intelligenten Regelkreisen versehen, um Schäden abzuwehren bzw. möglichst lange vorzubeugen. So ist das HDL-Cholesterin, also das sogenannte „gute Cholesterin“, in der Lage, überschüssiges Cholesterin in den Gefäßen zu binden, um es dann zur Leber zurück zu befördern. Zudem weist es weitere Gefäß schützende Eigenschaften auf.
Der Gesamtwert an Cholesterin allein sagt daher wenig darüber aus, ob der Betroffene ein hohes oder niedriges Risiko hat, einen Herzinfarkt o.ä. zu erleiden. Denn ein hoher HDL-Wert bietet einen gewissen Schutz vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Wichtig: Der Quotient aus LDL und HDL!
Entscheidend ist, dass auf dem Laborzettel nicht nur der Wert des Gesamtcholesterins, sondern die Werte für LDL und HDL getrennt ausgewiesen sind! Denn bei der Risikoeinschätzung kommt dem Verhältnis von LDL und HDL eine große Bedeutung zu. Dazu errechnet man aus diesen beiden Werten den Quotienten. Ein Beispiel: Liegt das LDL bei 150 mg/dl und das HDL bei 45 mg/dl, so beträgt der Quotient 150:45=3,3. Je höher das HDL, um so besser kann es das LDL ausgleichen.

Bei gesunden Erwachsenen ohne Risikofaktoren - so gibt es die Europäische Arteriosklerose Gesellschaft an – gilt ein Quotient bis 3,5 als in Ordnung. Wer zwar gesund ist, aber weitere der oben genannten Risikofaktoren aufweist, sollte einen LDL-/HDL-Quotient unter 3,5 haben. Für Menschen, die bereits an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Diabetes leiden, gelten noch strengere Maßstäbe. Deren LDL-/HDL-Quotient sollte sogar unter 2,5 liegen.

weiter...zu 5. 'Ab welchen Werten wird es kritisch?'

zum kompletten Newsletter

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen